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"Im Singen sag ich Sachen, die würd ich sonst nur still beten"

Lieder von Pfarrer Gerhard Last zum Artikel "Warum singe ich?" im Gemeindebrief März-Juni 2022.

This will be the delivering release. / The endless falling into a perfect place. / The great sigh I yearn to take. / And all with a peaceful smile on my face.

Ob das korrektes, ob es gutes Englisch ist? Ich bin da so unsicher wie vor knapp 20 Jahren. Merkwürdig nur: Hinter dem Gedanken, dem Gefühl, dem Glauben, den ich hier einmal in einen Songtext und Musik gefasst habe, stehe ich noch voll und ganz. Besser gesagt: Der Song steht hinter mir. Ich kann mich dran anlehnen.

2006 hatten es meine Freunde, mein Bruder und ich endlich geschafft, die CD zu verwirklichen. Ein Jahr später hatten wir unseren letzten Auftritt. Unsere Wege führten uns durch Studium und Ausbildung einfach in neue Zeiten. Die Zeit davor war geprägt und erfüllt von geteilter Freude und Leidenschaft als Band zu proben, zu basteln und natürlich aufzutreten. Für mich war es eine intensiv kreative Zeit. Nicht alle, aber viele meiner Songs habe ich noch auf losen, ausgeblichenen Zetteln und in Textdokumenten. Nicht alle gefallen mir heute noch. Ein Schmunzeln schenken sie mir aber allemal. Es war eine gute und wichtige Zeit.

Einige Songs sind mir irgendwie passiert. Sprache und Melodie holen mich selbst noch heute ab. "Das ist doch idiotisch selbstverliebt", denke ich mir einerseits. Andererseits: Ich hatte es ernst gemeint, damals. Und, wenn ich nur die Eitelkeiten zur Qualität sein lasse, kann ich heute noch sagen: "Amen. Was ich da gesungen habe, das würde ich auch heute noch still beten."

Im Song "Well" geht es um die Tatsache, dass ich einmal sterben werde. Wir alle sind endlich und der Tod ist Teil unseres Lebens. Es ist nicht leicht, darüber zu reden. Sehr viel leichter ist es, das Thema mit Musik zu bedenken oder zu besingen. Mit ein bisschen Kramen in Gedächtnis und Aufmerksamkeit lassen sich gewiss einige Lieder entdecken, die den "Ernst des Lebens" bedenken: to be or not to be ...

Ich kann nicht behaupten, will es auch nicht, dass ich keine Angst hätte vor Tod und Sterben. Und doch habe ich Erfahrungsschätze in mir, die mich trösten und ermutigen, die stark genug sind, um die Angst auf Abstand zu bringen und einen Spalt zu öffnen: für Hoffnung und Zuversicht und Glaube.

Das erste Sterben und der erste Tote in meinem Leben, das war mein Opa. Es war und ist traurig, dass die gemeinsame Zeit an ihr Ende gekommen war. Aber irgendwie hat es mein Opa geschafft - oder es war ihm und uns gegeben, geschenkt - dass ganz viel Friede dabei war. Ich weiß, das ist nicht immer so. Ich habe selbst auch anderes erlebt. Und doch war es dieses eine Mal so. Das trägt mich. Auf seinem Gesicht lag ein friedliches Lächeln. Sehr viele werden wissen, was ich meine. Es bleibt gelichwohl unbeschreiblich.

Im Song "One Day" habe ich protestiert: gegen Angst und Verzagen, gegen Verzweiflung und Schwarzmalerei. Neulich habe ich gelernt: Die Trauer neigt zur Generalisierung. Wir sagen: "Jetzt ist alles anders." Doch das stimmt nicht. Wenn wir auch verlieren, so sind wir selbst nicht automatisch mit verloren. Die Trauer kann uns den Boden unter den Füßen entziehen. - Gott kann unsere Füße auf weiten Raum stellen. Der Psalm 31 ist viel mehr von Klage und Verzweiflung erfüllt als von Zuversicht und Hoffnung. Entscheidend ist, dass beides Platz bekommt.

For it's not wise to lose our heads, when the devil comes to tempt: One day you'll be dead."

Ein fester Teil meiner persönlichen Liturgie für Beerdigungen ist es, die Hoffnung auf ein himmlisches Wiedesehen zu benennen und zuzusprechen. Mein biblischer Anker dazu ist Johannes 16,22. Aber ich rede nicht von etwas, das in der Bibel steht und darum gefälligst trösten soll. Es ist mein eigener tiefer Glaube - und Glaube heißt: Vertrauen. Es ist ein Urvertrauen in mir, dass da mehr ist und mich und meine Lieben mehr verbindet als die Zeit unseres Lebens. Das Band der Liebe reicht in die Ewigkeit. Die Ewigkeit ist zeitlos und gilt schon vor wie auch nach meinem Leben. Auf dem Hintergrund eines Schreckens durch Krankheit in der Familie und aus dem beschriebenen Vertrauen, mit Joh 16 als Stütze, ist der Refrain des Songs entstanden und zu verstehen:

Oh, one day we'll laugh 'bout this / and the tears we kissed will appear like missed / water. We'll flourish, stand straight in full bloom, / all our life's gloom will be enlightend by the groom.

(Artikel, Musik und Texte: Gerhard Last)

 


 

Schnappschüsse aus Dachau und Umland und anderswoher

Glücksbilder von Wegen nahe an der Friedenskirche oder aus und um unsere Kirche herum - oder von ganz woanders.

Neben der Galerie vom Familienkonvent 2018 sollen bald weitere folgen.

Machen Sie mit! Gerne können Sie, könnt Ihr Bilder zusenden an: gerhard.last@elkb.de

(Selbstverständlich zeigen wir die Urheberrechte an, außer es soll auf Wunsch davon abgesehen werden)

Well

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One Day

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